Positions- und Lagebestimmung für bistatische Missionen - AtPos
In der Fernerkundung mittels SAR (Radar mit synthetischer Apertur) besteht im Falle biund multistatischer Konfigurationen – neben der generell bedeutsamen Bestimmung des vektoriellen Abstandes zwischen den Phasenzentren der beiden betrachteten SARSensoren (interferometrische Baseline) – eine zusätzliche, bisher ungelöste, Herausforderung: Die Position und Lage von Empfangs- bzw. Sendeantenne ist so genau und mit so geringen Zeitverzögerungen zu bestimmen, daß es mit einer darauf basierenden Ausrichtung und Nachführung der Empfangsantenne möglich wird, daß sich die Footprints1 von Sende- und Empfangsantenne trotz völlig unterschiedlicher Trägerflugbahnen und -Geschwindigkeitsvektoren fortwährend überdecken. Zur Lösung der Problematik wird im Rahmen dieses Projekts ein Netzwerk von verteilten Sensoren – GPS-Empfänger und Low-Cost-Kreiselsysteme und/oder -Beschleunigungssensoren – betrachtet. Ausgehend von den vom GPS abgeleiteten Primärbeobachtungen und Verarbeitungsstrategien wird – unter Berücksichtigung derzeit stattfindender Modernisierungen/Verbesserungen des GPS und verbesserter Dienste und Erweiterungen – ein auf dynamischer Modellierung basierender Datenfusionsansatz entwickelt, der die optimale Integration zusätzlich zur Verfügung stehender redundanter Positions- und Lageinformation (auch aus dem zukünftigen europäischen System GALILEO und/oder anderen Quellen (Baselinemessungen, Pseudolites)) gestattet.
Das zu findende Verfahren soll sich insbesondere durch geringe Kosten bei hinreichend hoher Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit auszeichnen. Die Eignung zur relativen als auch absoluten2 Positions- und Lagebestimmung wird mit synthetischen Daten als auch experimentell (Flugzeug/Flugzeug - Bistatik-Kampagne und anvisiertes hybrides bistatisches Experiment (Unterfliegung von TerraSAR-X)) überprüft.
Im Rahmen des Paketantrages „Bistatic Exploration“ bestehen mehrere Kooperationen.