Bi- und multistatisches Radar
Bistatisches Radar mit synthetischer Apertur
Als Konsequenz zunehmender Fähigkeiten im Bereich der Gegenmaßnahmen gegenüber aktiv strahlenden Radaren, die von elektronischen Gegenmaßnahmen (ECM) bis hin zu „Anti-Radiation-Missiles“ (ARM) reichen, steigt die Notwendigkeit für passive Empfangssysteme. Eine solche Forderung kann in bi-/multistatischen Systemen erfüllt werden. Gleichzeitig eröffnen diese die Möglichkeit, signaturreduzierende Maßnahmen (STEALTH) zu überwinden.
Die Experimentalsysteme MELISSA und PETRA bilden die Grundlage zur Untersuchung und Verifizierung von Verfahren zur passiven Zielortung mittels Fremdbeleuchtung. Im MELISSA-System bietet eine breitbandige Kreisgruppenantenne mit 16 Richtungssegmenten die Möglichkeit, permanente 360° Bedeckung mit digitaler Keulenbildung und Flexibilität bei der Wahl der Beleuchterfrequenz und der Polarisation zu realisieren. Die HF-Empfangskomponenten sind direkt an der Antenne angeordnet und mit der Signalverarbeitungseinheit im Messcontainer über Lichtwellenleiter verlustfrei verbunden. Eine quasi-realzeitliche Schnellauswertung erlaubt die effiziente Ausnutzung der Aufzeichnungskapazität im Messbetrieb.
Zur Demonstration der Nutzung von analogen TV-Signalen wurde ein passives experimentelles TV-Radar, PETRA, aufgebaut, das mit der Beleuchtung mehrerer TV-Sender mittels einer Korrelationsverarbeitung von Zielechos und Direktsignalen Zielortinformationen generiert.
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